Die Liquiditätsplanung in der Krise

Besonders während einer Krise ist es wichtig, den Liquiditätsbestand Ihres Unternehmens im Blick zu behalten. Dabei ist es empfehlenswert einen Liquiditätsplan zu erstellen. Die Ergebnisse des Plans sind entscheidend, wenn es zum Beispiel um die Antragstellung staatlicher Hilfspakete oder um Beantragung von Darlehen geht.

Was ist ein Liquiditätsplan?

Der Liquiditätsplan erfasst alle Zahlungsströme (Einzahlungen und Auszahlungen) in einem Unternehmen für einen bestimmten Zeitraum. Jedes Unternehmen, egal ob KMU, Existenzgründer oder Konzern, muss die verfügbaren Zahlungsmittel genau im Blick behalten und diese laufend planen, um zahlungsfähig und somit handlungsfähig zu bleiben. Der Prognose-Zeitraum kann einen Monat, ein halbes Jahr, ein Jahr oder auch fünf Jahre umfassen.

Warum ist eine Liquiditätsplanung wichtig?

Allein der Kontostand eines Unternehmens entscheidet darüber, ob die Verpflichtungen gegenüber Gläubigern, wie den Lieferanten, dem Finanzamt, den Sozialkassen oder der Bank erfüllt werden können. Wenn das Unternehmen nicht liquide ist, kann das schnell zu enormen Schwierigkeiten führen – im schlimmsten Fall droht eine Insolvenz.

Geldzuflüsse und Geldabflüsse steuern

Im Kern ist der Liquiditätsplan eine Kopie vom Gewinn- und Verlustplan (GuV). Allerdings berücksichtigt der Liquiditätsplan auch die Zahlungsziele, also die Zeitpunkte, zu denen die Gelder auf das Firmenkonto fließen (Einzahlungen) bzw. das Konto verlassen (Auszahlungen). Dazu müssen die Zahlungsziele für den Geldverkehr aus dem Gewinn- und Verlustplan einbezogen werden. Wie lange dauert es, bis das Geld aus den Rechnungen an die Kunden auf dem Konto eintrifft? Das ist nicht immer einfach zu planen, da es durchaus vorkommt, dass Kunden nicht zum fälligen Zeitpunkt die Rechnungen bezahlen. Hier muss man ggf. Reservefristen einkalkulieren. Einfacher ist die Planung der Geldmittelabflüsse, die ebenfalls im Liquiditätsplan erfasst werden. Hierbei beachtet man die Zahlungsziele der Lieferanten und kann genau sagen, wann das Geld zur Begleichung der Rechnungen, beispielsweise für Material oder Fremdleistungen vom Konto abfließt. So wird aus den Zu- und Abflüssen durch den Liquiditätsplan, der Kontostand am Ende der vorgesehenen Periode berechnet.

Für Unternehmen in Krisen, also in Liquiditätsengpässen reicht das oft nicht aus. Dann muss eine wochengenaue, manchmal sogar eine tagesaktuelle Liquiditätsplanung herhalten, um eine eventuelle Unterdeckung vorzeitig zu erkennen.

Hier gehts zum Muster-Liquiditätsplan

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Sandra Schmidt

ist Duale Studentin der Kanzlei Monschein und für die Seite Unternehmen & Steuer zuständig.

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