Top 7 Tipps für Startup Gründer

Der Weg in die Selbständigkeit ist nach wie vor der große Traum von vielen Menschen im Arbeitsverhältnis. Wer sich allerdings das Gründungsgeschehen in Deutschland etwas genauer anschaut, wird schnell feststellen können, dass 2016 die Existenzgründungen im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind, wie aus einer Studie vom Institut für Mittelstandsforschung hervorgeht um 2,7 %. Gründe hierfür gibt es mehrere, darunter die meistens fehlenden finanziellen Mittel, sowie auch ein einigermaßen befriedigender Arbeitsmarkt. Allerdings ist auch ganz klar, dass man ohne Risiko nichts gewinnen kann. Die Gründung ist mit vielen Hürden verbunden, aber dafür auch ein Schritt in die lang erhoffte Freiheit. Wer von sich selbst und seinen Dienstleistungen oder Produkten überzeugt ist, kann damit sicherlich auch Erfolg haben. Auch lassen sich mit einigen Tipps die typischen Fehler von Startup Gründern schon im Voraus vermeiden.

Die besten Gründertipps für Startups

  • Die Gründung von einem Startup ist in erster Linie von einer wirklich überzeugenden Geschäftsidee abhängig. Von dieser Idee muss aber nicht nur der zukünftige Unternehmer überzeugt sein, sondern auch die Kunden und die möglichen Sponsoren. Es ist deshalb sehr wichtig, dass die Geschäftsidee überhaupt in der Praxis umsetzbar ist und auch auf einem realen Kundenbedürfnis basiert. Es lohnt sich schon im Voraus, zumindest im privaten Umfeld, eine Meinungsumfrage zu starten aber dann natürlich nicht unbedingt am eigenen Arbeitsplatz, damit der Vorgesetzte nicht gleich über dieses Vorhaben informiert wird.
  • Beim Businessplan geht es dann vorwiegend darum, die möglichen Geldgeber von der Geschäftsidee zu überzeugen, wobei dann auch die Besonderheiten hervorgehoben werden sollten. Angaben über die eigentliche Zielgruppe und die vorhandene Konkurrenz können bei einem gut ausgearbeiteten Businessplan von großem Nutzen sein. Der Geschäftsplan sollte auch eine Planung über den benötigten Kapitalbedarf enthalten. Es ist ratsam, ihn kurz und prägnant ohne viele Fachausdrücke auszuarbeiten, wobei auf die wichtigsten möglichen Fragen bei der Unternehmensbeschreibung eingegangen werden sollte, also was die Wertschöpfungskette angeht, die Betriebsstätte, Mitarbeiteranzahl, usw.
  • Bei der Finanzierung lohnt es sich gegebenenfalls, auf staatliche Förderungen zu achten, denn ein Gründungszuschuss vom Staat bietet natürlich auch eine angenehme finanzielle Entlastung, vor allem in der harten Anfangszeit. Ansonsten besteht außer den üblichen Bankkrediten auch die Möglichkeit von Investoren wie Ventures Capitalists, Business Angels oder auch über Crowdfunding. Bei den notwendigen Planungen ist es erforderlich, in jeder Beziehung auch wirklich realistisch zu bleiben und gegebenenfalls noch Puffer in der Finanzplanung vorzusehen, da noch sehr viele unvorhergesehene Faktoren dazwischen kommen können, die in der Startphase übersehen werden.
  • Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Unternehmensgründung ist aber auch die geeignete Rechtsform zu wählen. Zu den am meisten gewählten Rechtsformen zählt die GbR, die Gesellschaft bürgerlichen Rechts, die aus mindestens zwei Personen besteht. In diesem Fall sind die notwendigen Formalitäten sehr simpel, da in der Regel nur ein Eintrag im Handelsregister notwendig ist. Die Rechtsform sollte schon im Businessplan bedacht werden, weshalb man sich gut überlegen sollte, ob sich eine GbR, eine Einzelfirma oder eine GmbH lohnt oder ob man nicht doch lieber als Freiberufler tätig sein sollte.
  • Wer nicht wirbt, der stirbt, dieser bekannte Spruch trifft auch ganz speziell auf die neu gegründeten Startups zu, da niemand darauf wartet, dass man jetzt endlich am Marktgeschehen beteiligt ist. Die Werbung in der Startphase ist unerlässlich, um das Unternehmen und die angebotenen Produkte oder Dienstleistungen bekannt zu machen. Ein gutes, durchdachtes Marketing ist für den Erfolg der Existenzgründung mit von größter Bedeutung. Man sollte sich gut überlegen, wie und vor allem auch wo man die möglichen Kunden ansprechen kann, weshalb dieser Punkt auch eng mit dem nächsten Tipp in Verbindung steht.
  • Bei der Kundenakquise geht es in erster Linie darum, eine bestimmte Zielgruppe gezielt anzusprechen. Über das Internet ist es beispielsweise verhältnismäßig leicht, sich bei der Konkurrenz umzusehen, um deren Schwachpunkte zum eigenen Vorteil auszunutzen. Auch gibt es zahlreiche kostenlose Optionen, die man nicht außer Acht lassen sollte. Bei einer optimalen Kundenakquise versucht man, gezielt auf die Bedürfnisse der Interessenten oder der möglichen Zielgruppe einzugehen. Sie kann übrigens auch über Social Media erfolgen, über Newsletter oder auch über Affiliate Marketing.
  • Leider denken viele Startup Gründer vor lauter Aufregung und Arbeit überhaupt nicht an mögliche Steuerfallen. Es ist klar, dass die Steuern in erster Linie von der gewählten Rechtsform abhängig sind. In vielen Fällen wird die Steuervorauszahlung nicht in die Planung miteinbezogen. Bereits beim Auswählen der Rechtsform sollte man sich als zukünftiger Gründer auch mit den anfallenden Steuern auseinandersetzen, um hinterher unnötigen Ärger zu vermeiden.

Es gibt sicherlich noch weitere Faktoren, die für den Erfolg des eigenen Unternehmens entscheidend sind. Dazu zählen beispielsweise die Unternehmenspräsentation, die Ausstattung des/der Büros oder der Geschäftsräume und auch die Auswahl der zukünftigen Mitarbeiter. Startup Gründer sind in erster Linie auf sehr viel Mut und auf ein gutes Durchhaltevermögen angewiesen, da es kein sicheres Erfolgsrezept gibt. Es wird mit Sicherheit auch oft ganz anders kommen, als ursprünglich geplant, weshalb man als Gründer auch immer wieder flexibel sein muss.

Erfolgreiche Gründer geben den gutgemeinten Ratschlag, dass die neue Aufgabe unbedingt Spaß machen sollte. Wer Spaß an seiner Arbeit hat, findet es auch nicht problematisch, wenn er nachts aufgrund eines Problems durcharbeiten muss oder wenn er aufgrund vieler Überlegungen schlaflose Nächte hat. Wer schon anfangs keinen Spaß daran hat und ein Startup nur aus finanziellen Gründen aufbauen möchte, kann auch sehr schnell in einer Sackgasse landen.

Philipp Egger

Philipp Egger ist ein professioneller Redakteur und ein erfahrener Content Manager bei . Essayhilfe Sie können auch ihn direkt über Facebook erreichen.

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